Mein Traum: Endlich raus aus dem winzigen Home-Office

Das Ziel war, Ende 2018 in meinem großzügigen Büro zu sitzen.

Ich wollte ein eigenes Office haben. Es sollte groß sein, hell und luftig. Ich würde natürlich Platz brauchen für meine Ordner und Fachbücher. Vor allem aber wünschte ich mir einen großen und geräumigen Schreibtisch. An dem ich mich ausbreiten kann. Auch ein toller Ausblick aus dem Fenster wäre schön. Das ganze aber nicht so weit weg von meinem Zuhause, denn ich hatte keine Lust auf lange Arbeitswege.

Bis jetzt hatte ich nur ein sehr kleines Home-Office.

Eine kleine Lightbox mit dem Spruch "I love my Home-Office", Schreibutensilien und ein Mac auf dem Schreibtisch

Eine Liebeserklärung an mein Home-Office

Im Dezember 2017 arbeitete ich in unserem zauberhaften Waldhaus in einem winzig kleinen Raum von 4 Quadratmetern. Vor mir hatte ich eine Wand mit einem viel zu hoch eingebauten Fenster. Meine Schreibtischplatte klemmte zwischen den Wänden und wenn ich auf meinem Stuhl davor saß, war es so eng, dass ich nicht einmal meine Arme ausbreiten konnte. Es war eher eine Kammer als ein richtiges Zimmer. Aber es war und ist der einzige separate Raum in unserem Haus und daher auch der einzig mögliche Platz für ein Home-Office. 

Auf dem Weihnachtstreffen 2017 saßen ich nun mit anderen Unternehmerinnen in meinem Netzwerk zusammen. Und wir formulierten unsere Ziele für 2018. Da brach es aus mir heraus:

„In einem Jahr werde ich an einem großen Schreibtisch sitzen in meinem eigenen Büro!“

Ich habe mein Ziel sichtbar gemacht.

Wie sollte ich dieses Ziel nun erreichen? Ich hatte keine Ahnung. Aber ich wusste, dass es hilfreich sein kann, wenn man sein Ziel visualisiert. Und zwar nicht nur in Gedanken, sondern auch ganz real. Also ein Symbol findet für dieses Ziel. Ein Bild, einen Spruch oder einen Gegenstand. Etwas, das man jeden Tag sieht und einen bewusst und vor allem unterbewusst an das Ziel erinnert. Also habe ich mir im Internet ein Foto gesucht von einem tollen großen Schreibtisch in einem großzügigen Raum. Das habe ich ausgedruckt und direkt vor meine Nase an die Wand von meinem Home-Office gehängt.

Insgeheim wusste ich, dass dies kein Ziel war für ein Jahr. Sondern dass es länger dauern würde, bis ich mir ein Büro leisten könnte. Aber die Sehnsucht und das Bild waren schon mal da.

Der erste Schritt war viel einfacher, als gedacht.

Dann saß ich eines Tages im April in meiner kleinen Kammer und es fiel mir wie Schuppen von den Augen:

Ich möchte, dass mein Business wächst. Es soll größer werden. Aber in dieser „Schuhschachtel“ von einem Home-Office ist das nicht möglich. Ich brauche mehr Raum und auch mein Geschäft braucht mehr Raum, um zu wachsen. Und zwar nicht erst dann, wenn ich mir eigene Büroräume leisten kann, sondern jetzt. 

Und plötzlich sah ich den Raum. In der Mitte unseres Hauses war ungenutzter Platz. Perfekt für einen großen Schreibtisch. Hell und luftig war es hier. Mit Licht von oben und einem herrlichen Ausblick in den Wald. Gut zu erreichen, ein extrem kurzer Arbeitsweg zwischen Küche und Wohnraum.

Mein Mann war auch einverstanden mit dieser Lösung und so haben wir sofort am Wochenende angefangen, umzuräumen, auszumisten, Möbel zu verrücken und einen Raum zu schaffen zum arbeiten. Und am Montag sind wir gleich losgefahren und haben einen großen Eck-Schreibtisch gekauft. Schon am Dienstag saß ich stolz und glücklich an meinem neuen Arbeitsplatz.

Seitdem wächst mein Business, denn nun hat es Raum. Und ich genieße diesen wunderschönen Platz in unserem Haus und überlege tatsächlich, ob ich überhaupt noch raus will in ein separates Büro. Es ist so herrlich ruhig hier mitten in der Natur.

Und so habe ich mein Ziel 2018 zwar nicht erreicht, aber eine tolle Lösung gefunden, mit der ich zur Zeit wunderbar glücklich bin.

Dieses ist ein Beitrag zu der Blogparade von Michaela Ortmayer
„Erfolgsbremsen lösen – wie erreiche ich meine Ziele“

4 Comments

  1. Liebe Katrin,
    das ist ja eine tolle Entwicklung, vielen Dank, dass du das mit uns teilst. Es macht Hoffnung, dass die Dinge sich so entwickeln wie es gut ist, auch wenn es zunächst nicht danach aussieht.
    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      dankeschön für deinen Kommentar. Ich muss mir das auch immer wieder vor Augen halten, dass es letztendlich gut ist, wie es ist. Manchmal vergesse ich das nämlich trotz dieser Erfahrung.
      Herzliche Grüße
      Katrin

  2. Liebe Kathrin,

    mit den Zielen ist das ja so eine Sache, denn sie werden aus dem Jetzt geboren, und man weiß nicht, was sich auf dem Weg zu ihnen ereignet. Du hast also ein ganz hippes, agiles Mindset an den Tag gelegt und kurzerhand dein Ziel angepasst, den Weg dahin dadurch abgekürzt. Ich bin sehr gespannt und schaue es mir ja in Bälde an.

    Übrigens: Mein wunderschönes Hoffice genieße ich dank deiner Hilfe jeden Tag!

    Herzlich, Cornelia

    • Liebe Cornelia,

      es freut mich ganz besonders, dass du dein Homeoffice jetzt so genießen kannst. Der Weg dorthin verlief ja auch nicht ganz gerade. Manchmal müssen wir etwas anstoßen und setzen damit einen Prozess in Gang, dessen Ende wir noch nicht so klar sehen können. Wie Sabine geschrieben hat: „Es macht Hoffnung, dass die Dinge sich so entwickeln wie es gut ist, auch wenn es zunächst nicht danach aussieht.“

      Herzliche Grüße
      Katrin

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