Home-Office: Am Schreibtisch lieber eine Wand im Rücken

Home-Office: Am Schreibtisch lieber eine Wand im Rücken

 

Feng Shui Beratung fürs Büro

Wir leben modern in Wohnung oder Haus – weit entfernt von den Höhlen der Urzeit. Und doch: Im Verhältnis zur gesamten Menschheitsgeschichte ist das noch gar nicht so lange her.

Zwar sind wir nicht unmittelbar wilden Tieren oder Feinden ausgesetzt, doch dicht unter unserem Business-Outfit beeinflusst immer noch der Instinkt der Jäger und Kämpfer unser Unterbewusstsein. Wie Sie Ihren Schreibtisch gestellt haben, macht einen großen Unterschied.

1. Eine Wand im Rücken vermittelt Sicherheit

Das Unterbewusstsein ist immer auf der Hut. Für unsere Vorfahren war es überlebensnotwendig, mögliche Angreifer im Blick zu haben. Und weil auch sie hinten keine Augen hatten, haben sie sich intuitiv einen Platz gesucht, an dem ihr Rücken geschützt war. Durch eine Felswand, einen Hügel, die Wand einer Hütte oder einen Baumstamm. Sowohl beim Kämpfen, als auch beim Ausruhen und Entspannen.

Früher war Jagen und Kämpfen der Beruf, mit dem man für sich und seine Familie gesorgt hat, heute haben Sie und ich andere Arbeit. Als Selbstständige verbringen Sie vielleicht einen großen Teil Ihrer Arbeitszeit im Homeoffice. Aber die alten Instinkte leben in Ihnen weiter und deshalb verlangt Ihr Unterbewusstsein auch heute noch nach einem Schutz im Rücken. Bei Ihnen zu Hause ist das im Idealfall eine Wand. Die gibt Ihnen Halt, Stabilität und ein sicheres Gefühl. Von hinten kann Sie dann keiner mehr überraschen.

2. Konzentration, Aufmerksamkeit und Entspannung sind beeinträchtigt

Wenn Sie bisher keinen Schutz im Rücken haben, wenden Sie viel Energie auf, um Ihre Sinne auch nach hinten zu richten:

Was passiert gerade?
Kann ich was hören? Kommt da jemand?
Muss ich mich umschauen?

Vielen ist dieses ungute Gefühl mehr als bewusst. Die meisten Menschen setzen sich zum Beispiel in einem Restaurant lieber mit dem Rücken zur Wand. Wenn Sie sich bisher beim Arbeiten auch immer etwas unwohl gefühlt haben, kommt das daher. Sogar, wenn Sie denken, das stört sie nicht. Denn unser Instinkt arbeitet ständig auf Hochtouren – die Aufmerksamkeit ist abgelenkt. Der Körper auf Hab-acht-Stellung. Diese Energie und Konzentration fehlt bei der Arbeit.

3. Schauen Sie an die Wand, haben Sie ein „Brett vorm Kopf“

Mit einer Wand im Rücken geht Ihr Blick in den Raum hinein. Je weiter Ihr Blick schweifen kann, desto mehr können Sie auch nach vorne schauen. Dieser Weitblick ist enorm wichtig für uns Selbstständige. Und der wird, wenn Sie den Schreibtisch umstellen, nun doppelt begünstigt: Die Sicherheit durch die Wand gibt Zuversicht im Denken, Entscheiden und Handeln. Die Weite im Blick macht offener.

Das ist besonders wichtig, wenn wir uns blockiert fühlen. Wenn ich mit meiner Arbeit mal nicht mehr weiterkomme, dann gehe ich sogar nach draußen an den Waldrand und schaue über die Felder in die Ferne. Dabei kommen mir neue Ideen und die nächsten Schritte werden plötzlich sichtbar. In meinem Alltag habe ich einen großen Unterschied bemerkt, ob ich mit dem Gesicht zur Wand schaue – dann bin ich sehr eingeschränkt -, oder ob ich in das Zimmer hineinschaue. Dadurch komme ich mit meiner Arbeit besser voran.

Es ist Zeit, ihr Büro umzustellen!

Wenn Sie gerne konzentrierter und entspannter arbeiten wollen, dann probieren Sie es doch mal einfach aus. Um die Wirkung von Veränderungen im Raum zu spüren, müssen Sie nicht unbedingt neue Möbel kaufen, eine Wand streichen oder Ihre ganze Wohnung umstellen. Drehen Sie einfach mal Ihren Schreibtisch um. Gerade wenn man viel Zeit im Homeoffice verbringt, kann das schon viel verändern.

Stellen Sie Ihren Schreibtisch so hin, dass Sie hinter sich eine Wand haben und Ihr Blick in den Raum hineingeht. Idealerweise habe Sie die Tür im Blick, damit Sie sehen, wer reinkommt. Ist das aus baulichen Gründen absolut nicht möglich, probieren Sie mal aus, ob es schon reicht, wenn Ihr Rücken einen anderen Schutz bekommt. Etwa mit einer großen Pflanze, einem stabilen Regal oder mit einer Trennwand.

Und dann schauen Sie nach ein paar Wochen, was sich verändert hat: Geht die Arbeit besser voran? Fühlen Sie sich nicht mehr so erschöpft? Sind Sie zuversichtlicher?

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